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8. Glinder Autoren-Nacht

Dieser Artikel ist Teil der Kolumne:

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A. Bionda
46 Beiträge / 43 Interviews / 102 Kurzgeschichten / 2 Artikel / 128 Galerie-Bilder vorhanden
8. Glinder Autoren-Nacht 8. Glinder Autoren-Nacht
In Schleswig Holstein, nahe Hamburg, schmiegt sich die Kleinstadt Glinde in den Norden ein und ist durch vielfältige Kulturangebote ein beliebter Ort, an dem man gerne verweilt. Das Alte Gutshaus erhebt sich wie ein Chateau aus vergangenen Zeiten zwischen den Grünanlagen und für einen Augenblick fühlt man sich zurück ins 19. Jahrhundert versetzt, als das Gut erbaut wurde. Im Innern begrüßen uns Kerzen und ein flackernder Kamin. Das Licht verleiht dem Haus eine geheimnisvolle Atmosphäre.
Schnell vergingen die Begrüßung und die Vorbereitung, sodass wir überrascht waren, als sich bereits viele Gäste eingefunden hatten. Am Ende waren es sicher über vierzig. Eine Zuhörerzahl, die unsere Autorenherzen höher schlagen ließ.

 © Ray Larf
© Ray Larf

Ich selbst durfte den Leseabend nach Renas Larfs schöner Moderation einläuten. Natürlich las ich aus „Ruf der Geister“ und erzählte in Hamburg von einem Mordopfer im Ruhrgebiet, das man auf der Zeche Ewald gefunden hatte. Der Geist ließ alle frösteln und selbst das Fallen einer Nadel wäre hier aufgefallen, so still kam es mir vor, als ich von Joshua erzählte.
Markus Thiele fuhr dann mit einer ruhigen Leseprobe aus „Dreizehn Tage am Meer“ fort und las von der ersten Wiederbegegnung von Manon und Jan Graf, die sich nunmehr seit zwanzig Jahren nicht gesehen hatten. Scheu und tastend näherten sich die Figuren einander an und man spürte ein wenig die Liebe von damals. Wird sie wieder aufflammen? Die Frage ließ Markus Thiele offen.
Lee Bauers beendete den ersten Akt dann mit einer blutigen Hochzeit aus „Darken 3 - Der Angriff“. Sehr verliebt gaben sich die Protagonisten, die natürlich in dieser Szene heirateten. Sirona und Darken gerieten dann während des Festes in einen Kampf, aber die düsteren Angreifer bleiben undurchsichtig und dubios.

 © Ray Larf
© Ray Larf

Besonders vorzuheben möchte ihr hier den jungen Gitarristen Phil Siemers, der mit seinen Liedern der Veranstaltung etwas Besonderes verlieh. Jedes Lied schien abgestimmt mit dem Text und gebannt hörte man seiner Musik zu, die mal sanft, aber auch mal mitreißend war. Phil schaffte zwischen den Lesungen einfach nur wunderbare Verbindungen. Ohne den jungen Musiker wären die Vorträge nicht so fließend ineinander übergegangen und er fügte sich als wertvoller Teil zwischen die Autoren ein.
Die Pause wurde eingeläutet und die Gäste strebten zu den Leckereien, die Tanja Woitaschek von der Kulturabteilung Glinde gezaubert hatte. Meine Kürbissuppe blieb allerdings erst einmal stehen, denn einige Gäste suchten das Gespräch mit mir und Joshua ist auch bei einigen Zuhörern geblieben, um seine Geschichte zu erzählen.

 fünfte von lks:Tanja Bern
fünfte von lks:Tanja Bern
© © Ray Larf

Mit ihrem Beitrag „Dich schlafen sehen“ aus ihrem Erzählband „Die Dinge, wie sie sind“ berührte Heike Hartmann-Heesch die Zuhörer. Nach einer Lungentransplantation und einem dreijährigen Krankenhausaufenthalt war die Autorin das erste Mal wieder auf der Bühne im Alten Gutshaus. Ihre Vorlesung traf tief ins Herz, denn trotz ihrer körperlichen Schwäche trug sie ihre Lesung vollendet vor und bewies eine besondere Stärke, die man im ganzen Raum spüren konnte.
Tom Daut bot ein Kontrastprogramm dazu. Mit schauspielerischer Gestik und verstellten Stimmen gab er einen Einblick in seinen Roman „Anno Salvatio 423“, eine düstere Zukunft, in der über allem die katholische Kirche schwebt und die Fäden in der Hand hält. Spannend und authentisch las Tom Daut von einem Überfall, in dem mitschwang, dass der Protagonist übernatürlich begabt ist.
Der Autor Wolfgang A. Gogolin bot den Gästen seine humorvolle Story „Unter dem Schnee“ und sorgte damit für manchen Schmunzler. Mit nordischem Akzent erzählte er vom Älterwerden und dass dieses doch eigentlich noch in weiter Ferne ist. Oder vielleicht doch nicht? Diese Frage stellt sich der Protagonist, während seines Familienalltags.

 © Ray Larf
© Ray Larf

Die Veranstalterin und Moderatorin Rena Larf rundete den Abend schließlich ab und las die Geschichte „Wo ist Burin Dalmat“ aus ihrem Bergedorfer Regio-Krimi „Mord zwischen Bille und Serrahn“. Mit ihrer blutig endenden Crimestory bildete Rena Larf den passenden Abschluss für diese gelungene Veranstaltung.

 dritte von rechts: Tanja Bern
dritte von rechts: Tanja Bern
© © Ray Larf

Der Abend klang langsam aus, mit letzten Fotos und Gesprächen. Mein Dank gilt der Oldigor-Verlegerin Andrea Wölk und ihrem Mann Marcel, die mich begleitet und nach Glinde gefahren haben. Und natürlich Rena Larf, die diesen wunderschönen Abend überhaupt erst möglich gemacht hat.


01. Okt. 2013 - Tanja Bern
Genre: Artikel
Kolumne: AGENTUR ASHERA

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