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Ob beim Autofahren oder Kochen, in meinem Kopf spinne ich stets an meinen Geschichten.

Interview mit Susann Anders, geführt von Alisha Bionda am 08. Feb. 2017.


Dieses Interview ist Teil der Kolumne:

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A. Bionda
46 Beiträge / 43 Interviews / 102 Kurzgeschichten / 2 Artikel / 128 Galerie-Bilder vorhanden
Susann Anders Susann Anders
Alisha Bionda führte via Mail den ersten Teil eines umfangreichen Interviews mit SUSANN ANDERS, deren Novelle DIE GEWUNDENE TREPPE jüngst im Arunya-Verlag erschienen ist.

A.B.: Liebe Susann, damit Dich die Leser besser kennenlernen, möchte ich Dir erst einmal einige persönliche Fragen stellen: Was gibt es über Dich als Mensch zu sagen?
S.A.: Ich bin ein ruhiger Mensch und mag es auch gerne ruhig. Als berufstätige Mutter suche ich, wann immer es möglich ist, die Stille. Leider ist diese meist schwer zu finden. Sie versteckt sich und wagt sich erst hervor, wenn die Kinder im Bett sind. Dann genieße ich allerdings umso mehr! Außerdem bin ich neugierig, schnell nervös und eine rettungslose Tagträumerin.

A.B.: Was zeichnet Dich in Deinen Augen aus?
S.A.: Diese Frage kann ich kaum selbst beantworten, will es aber trotzdem versuchen: Ich bin treu. Hat jemand mein Herz erobert oder meine Sympathie für sich gewonnen, so ist an diesen Gefühlen schwer zu rütteln. Ich versuche ein gerechter Mensch zu sein – aber ganz ehrlich: Das ist manchmal schon ziemlich schwer!

A.B.: Was magst Du, und was eher nicht?
S.A.: Ich mag Bäume, aber keine Rosen. Ich mag Hunde, Katzen gegenüber bin ich inzwischen sehr skeptisch. Ich mag Überraschungen, aber nur gelungene! Ich liebe Tee, beim Geruch von Kaffee wird mir übel. Ich meide öffentliche Toiletten und fahre ungern U-Bahn. Ich mag Lavendel wegen seiner Farbe und wegen der beruhigenden, herzerwärmenden Wirkung seines Duftes. Mein Lieblingsauto ist der Mini Cooper – nur leider hätten darin weder Kinder noch Hund ausreichend Platz darin. Ich esse gerne süß, dafür steht bei mir kein Tier auf dem Speiseplan.

A.B.: Welche Hobbys hast Du?
S.A.: In meiner Freizeit bevorzuge ich die Stille. So genieße ich ausgedehnte Spaziergänge in der Natur mit meiner Hündin. Dort kann ich aufatmen und den Stress des Alltages eine Weile hinter mir lassen.
Nicht mehr wegzudenken ist für mich das Klavier, über das ich täglich mit wenig Talent, aber viel Leidenschaft meine Finger tanzen lasse.
Und natürlich lese ich viel und gerne.

A.B.: Wolltest Du immer schon Schriftstellerin werden? Oder gab es da eine Initialzündung oder war es eher eine Folge Deiner persönlichen Entwicklung?
S.A.: Vor Jahren machten meine Mutter und ich uns auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater, den sie nie kennenlernen durfte. Sie besaß von ihm nur ein Foto und einen vergilbten Zettel mit seiner Adresse in Frankreich. Mit Hilfe einer Detektei fanden wir seine Familie, er selbst war zwei Jahre zuvor verstorben. Während dieses Prozesses wühlten meine Mama und ich im Leben meiner Großmutter und legten dabei traurige Details ihres Liebeslebens an den Tag. Sie war so eine liebevolle, positive Frau gewesen, und das, obwohl ihre große Liebe nur ein Traum im weit entfernten Frankreich war. Die Geschichte der zwangsverheirateten Großmutter und ihrer Liebe zu dem Kriegsgefangenen Franzosen hat mich so sehr berührt, dass ich sie zu Papier bringen musste. Dabei entstand mein erster Roman „Die Bürde der Schatten“.


A.B.: Wann hast Du zu schreiben begonnen? Und womit?
S.A.: Geschichten zu erfinden, mochte ich schon immer. Mein erstes großes Projekt war „Die Bürde der Schatten“, dessen erste Absätze vor etwa sieben Jahren geschrieben wurden.

A.B.: Hast Du eine fest strukturierte Methode, wie Du ein Projekt umsetzt?
S.A.: Ob beim Autofahren oder Kochen, in meinem Kopf spinne ich stets an meinen Geschichten, lasse die Figuren miteinander streiten, lachen, lieben oder schicke sie durch abenteuerliche Szenen. Das belebt meine Protagonisten und erschafft eine rege Umwelt für sie. In einer ruhigen Stunde setze ich mich dann an den PC und schreibe die Bilder aus meinem Kopf nieder. Egal ob ich nur einen Satz oder gleich mehrere Seiten schreibe, ich setze mich jeden Tag an mein aktuelles Projekt und arbeite daran.

A.B.: Schreibst Du gerne zu einer bestimmten Zeit? Lieber tagsüber, lieber abends/nachts? Wie sieht Dein Tagesablauf aus?
S.A.: Früher schrieb ich nur nachts, wenn es im Haus ruhig war. Inzwischen sind meine Kinder im Schulalter, was mich meine Schreibzeit auf die Vormittage ausweiten ließ. Meine Tagesabläufe sind monoton und vermitteln ein Gefühl von „Täglich grüßt das Murmeltier“, aber ehrlich gesagt mag ich unsere alltägliche Routine. Routine muss nicht unbedingt mit Langeweile einhergehen! Kinder, Beruf, Haushalt … das Karussell dreht sich und soll sich auch drehen!

A.B.: Bevorzugst Du eine bestimmte Atmosphäre oder benötigst Du besondere Ruhe wenn Du schreibst?
S.A.: Auf meinem Schreibtisch steht eine Kerze, die ich entzünde, bevor ich mit der Tipperei beginne – sozusagen für mehr zündende Ideen! Ansonsten mag ich es gerne ruhig, eventuell leise Hintergrundmusik, aber das ist Stimmungsabhängig. Unverzichtbar ist eine Tasse Tee und der weite Ausblick aus meinem Bürofenster. Wenn das alles stimmt und ich es geschafft habe, mich aus Facebook auszuklinken, dann steht dem frohen Schaffen nichts mehr im Weg!

A.B.: Schreibst Du an mehreren Projekten gleichzeitig oder trennst Du das strikt?
S.A.: Ich mag meine Projekte und finde, dass jedes einzelne meine volle Aufmerksamkeit verdient hat, ohne dass ich mit einem zweiten oder dritten liebäugle. Während des Schreibprozesses tauche ich gedanklich völlig in die Geschichte ein. Mein Herz für mehrere Projekte gleichzeitig schlagen lassen zu müssen, kann ich mir im Moment nicht vorstellen.

A.B.: Welchen Genres ordnest Du Dich zu? Welches reizt Dich am meisten?
S.A.: Seit meiner Zusammenarbeit mit der Agentur Ashera habe ich mich in verschiedensten Genres versucht. Jedes einzelne hat seine Vorzüge, weshalb ich mich unmöglich festlegen kann und will. Jede Geschichte, die in meinem Kopf entsteht, wird freudig in Empfang genommen – da ist es egal, ob es vorrangig um Liebe oder Mord geht!


A.B.: Jüngst ist Deine Novelle DIE GEWUNDENE TREPPE im Arunya-Verlag erschienen. Schilder uns doch bitte kurz, was die Leser darin erwartet.
S.A.: DIE GEWUNDENE TREPPE ist eine überraschende Reise ins Ich der Protagonistin Johanna. Während sie die finstere Treppe hinabsteigt rechnet sie mit allem – mit Mord und Totschlag, womöglich auch Vergewaltigung und Folter. In Empfang genommen wird sie dann aber von … nein, ich will echt nicht zu viel verraten!

A.B.: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem Arunya-Verlag?
S.A.: Diese Zusammenarbeit verdanke ich meiner tollen Agentin Alisha Bionda. Sie ist die Herausgeberin der SpookYarn-Reihe. Das Thema dieser Reihe hat mich angesprochen und Alisha Bionda gab mir die Möglichkeit, Teil davon zu werden.

A.B.: Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem Lektorat?
S.A.: Die Zusammenarbeit war toll. Die Geschichte hat sich erst im Lektorat noch einmal so richtig entwickeln dürfen. Ich sehe mich als Neuling und nehme gute Ratschläge immer gerne an, sofern sie für mich schlüssig sind. Bei diesem Lektorat erhielt ich eine Menge Wissen, das ich auch bei meinen nächsten Projekten umsetzen werde.


A.B.: Wie gefällt Dir das Cover der Novelle?
S.A.: Natürlich habe ich mit großer Spannung das Cover erwartet. Schließlich es das Gesicht eines Buches und somit auch Repräsentant des Inhaltes. Dieses „Gesicht“ spiegelt meine Geschichte auf den ersten Blick. Ich finde, es macht den Leser neugierig – er sieht die Treppe und will wissen, wo sie hinführt. Außerdem sieht sie genauso aus, wie in meiner Phantasie, die rote Schrift passt perfekt zu dem dunkel gehaltenen Hintergrund … Kurzum, ich mag es total gerne!

A.B.: Wie gefällt Dir das Reihen-Layout/Logo der Reihe “SpookYarn”, in der Deine Novelle erschienen ist?
S.A.: Das Logo der Reihe mag ich wegen seiner Schlichtheit. Farbe und Schriftformat sind super kombiniert. Es ist mein Favorit unter den Arunya-Reihen.

A.B.: Hast Du ein Vorbild – literarisch und/oder allgemein?
S.A.: Ich verehre die Autorin Marlen Haushofer sehr. Sie ist/war einzigartig. Noch nie hat mich ein Buch so berührt, wie „Die Wand“. Ich habe es vor drei Jahren gelesen und musste – ungelogen – zwei Tage weinen, sobald ich auch nur ansatzweise an die bedrückende Geschichte dachte. Es machte mich unsagbar traurig, dass ich dieses Buch nie wieder zum ersten Mal lesen werde können. Und noch nie hat ein Buch meinen Blickwinkel auf das Leben so sehr beeinflusst. Es ist unmöglich eine Marlen Haushofer zu kopieren, sie ist absolut einzigartig!

A.B.: Liest Du regelmässig? Wenn ja, was bevorzugt?
S.A.: Natürlich lese ich regelmässig. Jeder, der sich mit dem Schreiben befasst, sollte das. Auch beim Lesen lege ich mich auf kein bestimmtes Genre fest. Natürlich habe ich Autoren, von denen ich jedes Buch verschlinge, aber ich greife auch gerne zu unbekannten Schriftstellern und lasse mich überraschen.

A.B.: Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?
S.A.: Ganz ehrlich: Der Kontakt zu meinen Lesern lässt meine Nerven noch etwas flattern. Mein erster Roman „Die Bürde der Schatten“ erzählte zum Teil das Leben meiner Großmutter und natürlich wollten viele Leser wissen, was denn nun der Realität entspricht und was frei erfunden wurde. Ich empfand es immer schwierig, mich zu meinem Buch zu äußern. Ich denke, darin muss ich mich noch üben. Aber trotz der Nervosität freue ich mich über jedes einzelne Mal, wenn ich auf mein Buch/meine Bücher angesprochen werde!

A.B.: Wie gestaltet sich dieser rps wie wird sich dieser künftig gestalten?
S.A.: Die effektivste Art, eine große Menge Menschen zu erreichen, sind die sozialen Netzwerke. Dort ist es am einfachsten, auf sich aufmerksam zu machen und neue Kontakte zu knüpfen. Ich freue mich aber auch auf persönliche Treffen auf Buchmessen und Lesungen und den Austausch bei Leserunden.


A.B.: Hältst Du künftig auch Lesungen ab? Oder kann man Dich künftig auf Cons antreffen? Wenn ja, auf welchen?
S.A.: Natürlich werde ich Lesungen abhalten und mit der perfekten Dosis aus Bachblüten und Alkohol werde ich diese sogar ohne Ohnmachtsanfall überstehen! Wie gesagt, ich bin schnell nervös, aber auch guter Dinge, dass ich daran arbeiten kann! Ob man mich auf Cons antreffen wird? Natürlich, ich freue mich darauf, das wird sicher eine spannende Erfahrung.

A.B.: Gibt es Menschen, die Dich bei Deinem schriftstellerischen Werdegang unterstützt haben? Freunde, Familie, Kollegen? In Deinen Anfängen und jetzt?
S.A.: Kurz nachdem ich von meiner Idee, mit dem Schreiben zu beginnen, erzählt habe, drückte mir mein Mann einen Laptop in die Hand. Er meinte, das wäre ein Geschenk und gleichzeitig eine Investition in unsere Zukunft! Wahnsinn, oder?
Meine Mama hat jede Seite meines ersten Romans Korrektur gelesen und mit mir gemeinsam die positiven Rückmeldungen der Verlage herbeigesehnt.
Ansonsten hielt ich mich anfangs über mein Hobby sehr bedeckt. Erste Zeitungsartikel in Regionalen Zeitschriften erledigten den Rest und bald kannte fast jeder die Schärdingerin, die ein Buch geschrieben hat.

A.B.: Welchen Rat würdest Du Newcomer-Autoren für die Verlagssuche geben?
S.A.: Mein einziger Rat: Mach niemals etwas im Alleingang, such dir jemanden, der sich in der Branche auskennt. Wenn ich daran denke, welche dubiosen Angebote von „Verlagen“ auf meinem Tisch landeten und ich diese in meiner Unwissenheit sogar teilweise in Betracht gezogen habe, dann wird mir heute noch ganz schummrig.
Bei einer guten Agentur unterzukommen ist beinahe so schwierig, wie bei einem guten Verlag Fuß zu fassen. Aber meiner Meinung nach ist es der einzige Weg, um sich langfristig einen Namen zu machen. Dass ich von der Agentur Ashera vertreten werde, macht mich sehr stolz und hoffnungsvoll!

A.B.: Woran arbeitest Du derzeit? Auf was dürfen sich die Leser künftig freuen?
S.A.: Derzeit arbeite ich an einem Entwurf für eine Krimi-Reihe. Es gibt aber auch schon einige andere Roman-Entwürfe, die auf das Interesse von Verlagen warten. Da ist von Jugend-Fantasy bis hin zum Psychothriller alles dabei. Man darf also gespannt sein!

A.B.: Vielen Dank für das ausführliche Beantworten meiner Fragen.
S.A.: Ich bedanke mich herzlich! Jederzeit gerne wieder.


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