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Wenn man fantastische Geschichten liest, will man irgendwann selbst Leser in seinen Bann ziehen.

Interview mit Lilyan C. Wood, geführt von Alisha Bionda am 08. Aug. 2017.


Dieses Interview ist Teil der Kolumne:

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A. Bionda
46 Beiträge / 43 Interviews / 102 Kurzgeschichten / 2 Artikel / 128 Galerie-Bilder vorhanden
Lilyan C. Wood Lilyan C. Wood
Alisha Bionda führte via Mail den ersten Teil eines umfangreichen Interviews mit LILYAN C.WOOD.

A.B.: Liebe Lilyan, zuerst möchte ich Dir einige persönlichen Fragen stellen, damit Dich die Leser besser kennen lernen: Was gibt es über Dich als Mensch zu sagen?
L.C.W.: Ich bin überwiegend eher der ruhige, zurückgezogene Typ, der gerne Raum und Zeit für sich hat, um in sich zu gehen und nachzudenken. Ich bin zwar auch gesellig und arbeite gerne mit Menschen, aber ich brauche hin und wieder Ruhe, um meine Gedanken und meine Fantasie schweifen lassen zu können. Insgesamt bin ich sehr umgänglich, denke ich zumindest.

A.B.: Was zeichnet Dich in Deinen Augen aus?
L.C.W.: Ich würde sagen, dass ich empathisch bin und mich auf andere Menschen einlassen kann. Ich bin geduldig, zumindest was meinen Beruf angeht, und ehrgeizig.

A.B.: Was magst Du, und was eher nicht?
L.C.W.: Ich liebe Gewitter und die Berge. Am liebsten würde ich in ein Häuschen in den Bergen ziehen, aber das Saarland ist recht flach und alles andere bleibt ein unbezahlbarer Traum. Was ich nicht mag, ist Hitze. Im Sommer verabschiedet sich regelmäßig mein Kreislauf, wenn es zu heiß oder drückend ist. Da bevorzuge ich den Frühling.

A.B.: Welche Hobbys hast Du?
L.C.W.: Reiten, mein Pony und mein Kaninchen betüddeln, Wandern und natürlich Lesen und Geschichten schreiben.

A.B.: Wolltest Du immer schon Schriftstellerin werden? Oder gab es da eine Initialzündung oder war es eher eine Folge Deiner persönlichen Entwicklung?
L.C.W.: Den Gedanken, Schriftstellerin zu werden, habe ich früher nie verfolgt. Ich habe schon immer gerne und viel gelesen, aber ich wäre im Traum nicht darauf gekommen, selbst Bücher mit meinen Ideen zu füllen. In meiner Fantasie habe ich mir Geschichten ausgedacht, Welten erfunden und Abenteuer erträumt. Ich hätte es mir nie zugetraut, dass ich sie auch aufschreiben könnte. Bis vor knapp drei Jahren meine Oma starb und ich endlich beschloss, meine erste Geschichte zu Papier zu bringen. Ich wollte mir auf meinem Sterbebett nicht vorhalten müssen, dass ich es nie versucht hätte. Der Wunsch, Schriftstellerin zu werden, schlummerte erst in den letzten Jahren tief in mir. Wenn man fantastische Geschichten liest, will man irgendwann selbst Leser in seinen Bann ziehen.

A.B.: Wann hast Du zu schreiben begonnen? Und womit?
L.C.W.: Im Herbst 2015 habe ich mein erstes Buch zu schreiben begonnen. Ich habe zuvor versucht zu plotten (damals wusste ich noch nicht einmal, wie man diesen Vorgang nennt) und einfach losgeschrieben. „Das Traumportal“ entstand, das im Februar 2017 im Booklover Verlag veröffentlicht wurde. Ich bin noch immer stolz, dass mein erstes Buch – meine ersten Schreibversuche – einen Verlag gefunden hat.

A.B.: Hast Du eine fest strukturierte Methode, wie Du ein Projekt umsetzt?
L.C.W.: Wenn die Ideen auf mich einstürzen, notiere ich sie mir stichwortartig. Wenn ich ein Projekt in Angriff nehme, plotte ich entweder nur grob oder schon sehr detailliert und dann beginne ich mit dem Schreiben. Manchmal strukturiere ich alles genau durch, ein anderes Mal lasse ich alles während des Schreibens auf mich zukommen.

A.B.: Schreibst Du gerne zu einer bestimmten Zeit? Lieber tagsüber, lieber abends/nachts? Wie sieht Dein Tagesablauf aus?
L.C.W.: Am liebsten schreibe ich morgens und vormittags. Das geht natürlich nur am Wochenende oder in meinen Ferien. Nachmittags und abends kann ich mich oft nicht mehr konzentrieren und dann bin ich mit dem Geschriebenen nicht zufrieden.

A.B.: Bevorzugst Du eine bestimmte Atmosphäre oder benötigst Du besondere Ruhe wenn Du schreibst?
L.C.W.: Ich schreibe am liebsten, wenn ich alleine bin und meine Ruhe habe. Wenn mein Freund zu Hause ist, schnappe ich mir meine Kopfhörer und drehe die Musik laut. Aber ich mag es nicht, wenn mir jemand beim Schreiben über die Schulter schaut. Ich mache oft Gesichtsausdrücke oder Geräusche nach, die ich beschreibe. Auch ein Grund, warum ich lieber alleine schreibe.

A.B.: Schreibst Du an mehreren Projekten gleichzeitig oder trennst Du das strikt?
L.C.W.: Ich schreibe immer nur an einem Projekt. Wenn mir währenddessen Ideen für eine neue Geschichte kommen, notiere ich sie mir, so dass ich den Kopf wieder frei habe, doch gleichzeitig an zwei Projekten schreiben würde mich zu sehr durcheinander bringen.

A.B.: Welchen Genres ordnest Du Dich zu? Und welches reizt Dich am meisten?
L.C.W.: Ich schreibe am liebsten Fantasy bzw. Romantasy. Das reizt mich auch am meisten, weil ich meine Fantasie fließen lassen kann und nicht an Regeln gebunden bin. Alles ist möglich und das gefällt mir.


A.B.: Dein Roman DEVILS DAUGHTER ist aktuell bei Carlsen in dem Imprint „Dark Diamonds“ erschienen. Schilder uns doch bitte kurz, was den Leser darin erwartet.
L.C.W.: Das Buch handelt von zwei jungen Frauen, die in unterschiedlichen Zeiten leben und durch das Schicksal verbunden sind. Sie müssen sich beweisen und Schlachten überstehen, welche die Zukunft der Menschheit bedrohen. Gut und Böse tauschen in diesem Buch die Rollen und nichts ist so, wie es zuvor scheint.

A.B.: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem Carlsen Verlag?
L.C.W.: Der Carlsen Verlag zählt bereits seit Jahren zu meinen Lieblingsverlagen und die digitalen Labels bringen immer wieder Bücher heraus, die mich begeistern. Aus diesem Grund habe ich mich mit meinem Projekt letztes Jahr dort beworben. Nachdem ich zur Agentur Ashera kam, wurde ich von dort zu Carlsen/Dark Diamonds vermittelt.

A.B.: Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit dort?
L.C.W.: Ich habe dort eine ganz liebe Betreuerin, die sich um alles kümmert und mit mir in Kontakt steht. Ich kann mich definitiv nicht beklagen.

A.B.: Wie die mit dem Lektorat?
L.C.W.: Meine Lektorin war super. Durch die Zusammenarbeit mit ihr habe ich dazugelernt und ihre Kommentare haben mich immer wieder zum Lachen gebracht.

A.B.: Wie gefällt Dir das Cover Deines Romans?
L.C.W.: Es passt perfekt zu meinem Buch und hat die düstere Stimmung der Geschichte eingefangen.

A.B.: Ist „Devils Daughter“ als Einzelroman konzipiert oder dürfen sich die Leser auf eine Fortsetzung freuen?
L.C.W.: Eigentlich war die Geschichte um Lucia und Lucile als Einzelband konzipiert, aber das Thema hat mich nicht mehr losgelassen und glücklicherweise darf ich nun verkünden, dass Ende Oktober eine Fortsetzung erscheinen wird.

A.B.: Hast Du ein Vorbild – literarisch und/oder allgemein?
L.C.W.: Ich liebe den Schreibstil von Terry Pratchett, auch wenn ich nicht ansatzweise so schreiben kann. Es wäre für mich das Größte, wenn ich meine Leser irgendwann im gleichen Maße in den Bann ziehen kann, wie Terry Pratchett es vermag.

A.B.: Liest Du regelmässig? Wenn ja, was bevorzugt?
L.C.W.: Ich versuche jeden Abend zu lesen, auch wenn das nicht immer klappt. Am liebsten lese ich selbst Fantasy und Romantasy. Charlotte Link lese ich zwischendurch auch gerne.

A.B.: Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?
L.C.W.: Sehr wichtig. Nur so sehe ich, wie meine Geschichten ankommen und was ich noch verbessern kann. Rückmeldungen finde ich notwendig, um sich weiterzuentwickeln. Es ist immer wieder schön zu sehen, was Leser aus den Büchern und den Protas herauslesen.


A.B.: Wie gestaltet sich dieser?
L.C.W.: Über Facebook und die dortigen Gruppen geht das mittlerweile ganz einfach. Mit Bloggern kommt man dort auch schnell in Kontakt. Bisher durfte ich dort viele sympathische Blogger und Leser kennenlernen.

A.B.: Gibt es Menschen, die Dich bei Deinem schriftstellerischen Werdegang unterstützt haben? Freunde, Familie, Kollegen? In Deinen Anfängen und jetzt?
L.C.W.: Meine Anfänge liefen im Geheimen ab. Erst kurz vor der Veröffentlichung meines ersten Buches habe ich erzählt, dass ich schreibe. Seitdem unterstützen mich alle. Familie, Freunde und Kollegen lesen meine Bücher und geben mir Rückmeldung. Das bedeutet mir sehr viel.

A.B.: Welchen Rat würdest Du Newcomer-Autoren für die Verlagssuche geben?
L.C.W.: Man sollte gründlich recherchieren, welche Verlage in Frage kommen. Nicht jedes Buch passt zu jedem Verlag. Wichtig ist auch, sich nicht von Absagen demotivieren zu lassen. Es dauert, bis ein Buch ein gutes Zuhause findet. Mittlerweile gibt es so viele Verlage, auch gut geführte Kleinverlage, sodass man sich zuerst einen Überblick verschaffen sollte. Man sollte nie aufgeben und für seinen Traum kämpfen.

A.B.: Woran arbeitest Du derzeit? Auf was dürfen sich die Leser künftig freuen?
L.C.W.: Momentan arbeite ich an einem Projekt, über das ich leider noch nichts verraten darf. Wenn es abgeschlossen ist, schreibe ich an meinem Jugendroman weiter, auf den ich mich schon sehr freue.

A.B.: Vielen Dank für das ausführliche Beantworten meiner Fragen.
L.C.W.: Gerne! Es hat mir Spaß gemacht, Deine Fragen zu beantworten! 


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